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Der Japanische oder Asiatische Staudenknöterich (http://de.wikipedia.org/wiki/Japanischer_Staudenknöterich) ist eine

invasive Pflanze, die sich nahezu in ganz Deutschland ausbreitet. Im Gegensatz zu anderen, nicht einheimischen Pflanzen fällt

sie vor allem durch die enorme Wuchshöhe von über 3 Metern und das Verdrängen aller anderen Pflanzen auf.

 

Die Bekämpfung erfolgt - wenn überhaupt - durch Mähen oder Chemikalien. Doch der Erfolg ist minimal, denn der Knöterich

ist durch beide Bekämpfungsstrategien nicht zu besiegen. Wie jede andere Pflanze muss er durch Herausreißen mit Wurzel

eingedämmt und schließlich komplett vernichtet werden.

 

Die Pflanze verbreitet sich aktuell noch ungeschlechtlich, also nicht durch Pollen, sondern allein durch Wachstum in die Breite

und Verschleppung von Pflanzenteilen. Im Raum Dresden/oberes Elbtal sind die Baustoffaufbereitung in Heidenau und der

Bauhof in Königstein eine Hauptquelle. Mit jeder Straßenausbesserung oder Baumaßnahme unter Verwendung von dortigem

Material wird die Pflanze ausgebracht.

 

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Knöterich-Kolonie mit 3 - 4 Meter hohen z.T. verholzten Pflanzen. Auf keinen Fall mähen oder mit Unkrautgift

behandeln, sondern nur herausreißen! Die Pflanze ist nicht giftig, die verholzten vorjährigen Teile sind aber extrem hart.

Bitte auf den persönlichen Schutz achten!

 

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Die bis zu Fußball-großen Wurzelstöcke müssen soweit möglich entfernt werden. Die Pflanzenreste sollten auf einem eng

begrenzten Raum, am besten auf der betroffenen Fläche abgelegt werden. Sie sterben ab und verrotten. Auf keinen Fall auf

den Komposthaufen bringen!

 

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Die betroffene Fläche (hier direkt nach der Erstbekämpfung) ist frei von anderen Pflanzen. Dauerhaft ist ein Erfolg nur durch

das Überwuchern mit heimischen Pflanzen möglich. Erst nach ein bis zwei Jahren wird die Pflanze in hohem Gras oder

Unkraut untergehen.

 

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Nach einer Erstberäumung wird der Knöterich in kurzer Zeit wieder ein enormes Wachstum zeigen. Wichtig ist in der ersten

Zeit nur, genügend Freiraum für andere Pflanzen zu schaffen. Verbliebene Wurzelstöcke und nachwachsende Pflanzen sollten

erst wieder bekämpft werden, wenn der Knöterich ca. 1 Meter hoch nachgewachsen ist. Nachwachsende Pflanzen

möglichst auch mit der Wurzel herausziehen und nicht abbrechen oder abschneiden!

 

Vor allem braucht es Ausdauer. Auch, wenn die Pflanze metertiefe Wurzeln hat: sie benötigt oberirdische grüne Teile. Wenn

diese über längere Zeit fehlen, wird sie sterben. Im Zweifelsfall sind Brennnesseln übergangsweise besser als Knöterich.

Kleinere betroffene Gebiete können durch einen alten Teppich, beschwert mit Steinen, abgedeckt werden (über mindestens ein

Jahr). Größere Bereiche sollten vom Rand aus bekämpft werden, wobei eine zwei-monatliche Aktion völlig ausreichend ist.

 

Die hier vorliegende Karte von Dresden und des Elbtals (Quelle: Google-Maps) bis nach Königstein zeigt bekannte Knöterich-

Kolonien. Zum Herein-Zoomen bitte Strg+Mausrad oder Lupenfunktion verwenden. Die Karte ist auf keinen Fall vollständig.

Ergänzungen werden gern entgegengenommen. Helfen Sie mit, den Staudenknöterich zu bekämpfen.

 

Dr. Patrick Plew     Österreicher Str. 26     01279 Dresden     patrick.plew@arcor.de